Ernährung

Barfen im Alltag: Wie ich meine Hunde füttere

Rohfütterung (BARF) für Basset Fauve de Bretagne im Napf

Bild KI-generiert

Wie unsere Rationen aussehen, warum Elli eine Ausnahme ist und worauf es beim Barfen wirklich ankommt.

Ich barfe meine Hunde – mit einer Ausnahme: Elli verträgt rohes Futter nicht und bekommt eine hochwertige Dose mit Trockenfutter dazu. Am Ende zählt für mich ohnehin nur eins: Das Futter muss von guter Qualität sein und der Hund muss es vertragen. Wie unser Alltag beim Barfen aussieht, und worauf ich dabei achte, beschreibe ich hier.


Warum BARF – und warum nicht bei Elli

Rohfütterung gibt mir die Kontrolle darüber, was tatsächlich im Napf landet. Ich weiß, woher das Fleisch kommt, wie frisch es ist und was zusätzlich hineingehört. Bei Elli funktioniert das nicht – sie verträgt BARF nicht und bekommt stattdessen eine hochwertige Nassfutter-Trockenfutter-Kombination. Das zeigt auch: Es gibt nicht die eine richtige Fütterung für jeden Hund. Wichtig ist am Ende, dass das Futter hochwertig ist und vertragen wird.

Was in den Napf kommt

Die Ration für Ariell, Souris und Aëla ist ein Mix aus:

  • Muskelfleisch
  • Fett
  • Leber, Niere, Milz
  • Gemüse-Obst-Mix
  • Knochenmehl
  • Bierhefe
  • Flohsamenschalen
  • Seealge als Jod-Lieferant
  • Omega-3-6-9-Öl

Das ergibt eine ausgewogene Mischung aus tierischen und pflanzlichen Anteilen, abgestimmt auf die jeweiligen Hunde.

Tierisch 80 % Pflanzlich 20 %
Tierisch / pflanzlich
  • Tierisch — 80 %
  • Pflanzlich — 20 %
Muskelfleisch 75 % Innereien 15 % Pansen 10 %
Tierische Anteile
  • Muskelfleisch — 75 %
  • Innereien — 15 %
  • Pansen — 10 %

Frisch gemacht, portionsweise eingefroren

Das Futter kommt tiefgefroren und wird alle zwei Tage neu angesetzt. Das Gemüse koche ich nicht für jede Portion einzeln – ich bereite es für ein bis zwei Monate im Voraus vor und friere es portionsweise ein. Das spart im Alltag Zeit, ohne dass ich bei der Qualität Abstriche mache.

Aëla als Welpe: roh von Anfang an

Aëla habe ich von Anfang an gebarft. Gerade bei Welpen ist das kein Selbstläufer – der Nährstoffbedarf ist in der Wachstumsphase höher und muss genauer stimmen als bei einem ausgewachsenen Hund. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert Mangel- oder Überversorgung, etwa beim Calcium-Phosphor-Verhältnis.

BARF ist kein Selbstläufer

Rohfütterung ist komplizierter, als sie auf den ersten Blick wirkt. Es reicht nicht, Fleisch und etwas Gemüse zusammenzuwerfen – der Hund braucht ein bestimmtes Verhältnis an Nährstoffen, und das über die Zeit konstant. Dafür nutze ich BARF-Rechner, mit denen sich Fettgehalt, Calcium, Jod und die Aufteilung zwischen tierischen und pflanzlichen Komponenten genau berechnen lassen.

Wer sich darauf nicht einlassen will oder kann, sollte lieber auf ein hochwertiges Fertigfutter setzen, das nach Herstellerangaben ausgewogen ist – gerade bei Welpen sollte man hier nicht experimentieren, ohne die Nährstoffversorgung im Blick zu behalten.

Weiterführende Informationen


Fazit

BARF ist bei uns Alltag – aber kein Selbstläufer. Es braucht Zeit, Vorbereitung und ein Auge für die Nährstoffe. Dafür weiß ich genau, was im Napf landet. Und wenn es nicht passt, wie bei Elli, ist auch eine hochwertige Dose die richtige Wahl.