Zwei Wochenenden in Frankreich — Aëlas erste Zuchtschauen
Bild mit KI erstellt (Collage)
Zwei Wochenenden, zwei Schauen, ein junger Hund. Von der Hitze beim Championnat de France in Montluçon bis zur Nationalen Zuchtschau in der Bretagne — ein Bericht über Aëlas erste Ausstellungen.
Zwei Wochenenden hintereinander, zwei Schauen, ein junger Hund. Für Aëla — Jahrgang 2025, noch mitten in der Pubertät — waren es die ersten großen Auftritte. Und für mich ein paar lehrreiche Tage in Frankreich.
Montluçon — Championnat de France
Am 21. Juni waren wir in Montluçon, mitten in Frankreich, beim Championnat de France. Über 4.600 Hunde an einem Tag. Und es war heiß. Über dreißig Grad, kaum Schatten, viel Betrieb. Bei solchen Bedingungen merkt man schnell, wie ein junger Hund mit Druck umgeht.
Aëla ist ruhig geblieben. Trotz der Hitze, trotz des Trubels, trotz der vielen fremden Hunde. Das war mir mehr wert als jede Platzierung.

Schön war auch, dass ich beim Züchter an seinem Platz sein konnte. Er war mit fünfzehn Hunden da. Die Hunde sind dort in sehr großen Käfigen untergebracht, gut geschützt vor der Sonne. Wir haben die Hunde gemeinsam fertiggemacht und uns dann zusammen aufgestellt. Diese Stunden am Stand, im Schatten, zwischen den Hunden — das gehört für mich genauso zur Schau wie der Ring selbst.
In der Jugendklasse weiblich trat Aëla gegen sechs Konkurrentinnen an. Richterin war Mme Bottussi Jocquel Céline (FCI). Das Ergebnis: Formwert Excellent — die höchste Note, die vergeben wird, über Très Bon und Bon. Dazu der 2. Platz von sechs. Für den ersten großen Auftritt eines so jungen Hundes ist das ein starkes Ergebnis.

Plénée-Jugon — Nationale Zuchtschau in der Bretagne

Eine Woche später, am 28. Juni, ging es in die Bretagne — nach Plénée-Jugon, zur 43. Nationalen Zuchtschau des Club du Fauve de Bretagne. 457 gemeldete Fauves, davon 216 Basset Fauve de Bretagne. Allein in der Jugendklasse weiblich standen 26 Hündinnen. Das ist ein anderes Niveau: Hier kommt die Rasse aus ihrer Heimat zusammen.
Richter war M. Lamazière Pascal. Aëla erreichte den Formwert Très Bon.
Sein Urteil war freundlich und genau: ein sehr vorzüglicher Hund mit gutem Körperbau und harmonischer Symmetrie. Zum Excellent fehlten zwei Kleinigkeiten — beide eine Frage der Reife. Die Ohren sind einen Hauch zu kurz. Und das Haar auf dem Kopf ist noch weich. Solches Haar wird mit dem Erwachsenwerden fester, von allein; beim Haar auf dem Rücken hat sich das nach dem ersten Trimmen bereits gezeigt. Bei einem Hund, der noch nicht einmal ausgewachsen ist, ist das kein Mangel, sondern eine Momentaufnahme.
Eine Platzierung gab es hier nicht — bei so vielen Hunden in der Klasse werden nur die ersten beiden platziert, alle anderen gehen ohne Rang aus dem Ring. Das ist nicht schlimm. Ein Très Bon in einem so großen, starken Feld, vergeben von einem Richter, der die Rasse genau kennt, ist ein ehrliches und gutes Zeichen.
Was das für Deutschland bedeutet
Eine Anmerkung noch: Diese beiden Wertungen wurden in Frankreich vergeben. Und Wertungen aus dem Ausland werden in Deutschland nicht anerkannt — auch nicht die aus Frankreich, obwohl die Rasse von dort stammt und das Wissen über sie in Frankreich, bei den Richtern wie in den Zuchtstätten, besonders tief sitzt. Für Aëlas Papiere in Deutschland zählen also erst die Ergebnisse, die sie hier erreicht.
Für mich zählt etwas anderes: zwei Schauen an zwei Wochenenden, ein Excellent und ein Très Bon, vergeben von Richtern, die die Rasse genau kennen. Das zeigt schon jetzt, dass in Aëla einiges steckt. Ich hoffe, dass sie das mit den Jahren auch in Deutschland bestätigen kann.